Juni 2011
Bretagne
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Da bietet sich doch ein Besuch in Paris auf halbem Wege an. Sascha hat uns das
Westin direkt an den Tuillerien zum Mitarbeiterspartarif verschafft - mittendrin
im Geschehen. Das war auch gut so, denn Paris an einem verkürzten Tag geht halt nur,
wenn man keine lange Anfahrten ins Zentrum mehr vor sich hat. Dank der Les Cars Rouge
kann man wenigstens die wichtigsten Eckchen dieser schönen Stadt neu erkunden. Zum
intensiven Stöbern reicht das natürlich nicht. Das Wetter hat gerade so mitgespielt,
sodass wir den Abend geruhsam auf den Treppen des Mont Martre ausklingen haben lassen.
Dass Paris nicht ganz die Hälfte des Weges nach Plovan war, haben uns am nächsten Tag
die Landstraßen hinter Rennes wissen lassen.
Aber das ist schließlich alles vergessen, sobald man in Mme Gartiser´s Anwesen
einbiegt. Traumhaft. Kein Zweifel, hier lässt sich´s gut erholen. Und da haben wir
auch gleich mit angefangen. Und was für ein schönes Domizil. Was, dass war der
Kuh- und Schweinestall? Nun, wir sind im Urlaub nicht so wählerisch. Aber wieso ein
Kamin im Stall? Ach so, der wurde später reingesetzt und stammt aus einer alten
Burg. So bedrohlich sieht er auch aus. Aber wir fühlen uns pudelwohl.
Aber so einfach ist das nicht mit dem Erholen. Schließlich gibt es hier jede Menge zu
sehen. Und die kleinen Städtchen haben es uns besonders angetan. Dourannez, Quimperlé,
Concarneaux aber besonders halt Pont Aven, das kleine Künstlerstädtchen am Aven.
Unzählige Galerien und Ateliers Tür an Tür. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll.
Und jede Menge verborgener Plätzchen, an denen man unbedingt ein paar Minütchen verweilen muss. Ein
Glück, dass heute so viele Bilder in einen Fotoapparat passen :-)
Brest haben wir wohl auf dem falschen Fuß erwischt. Ein trostloses Städtchen mit
einer prächtigen Fußgängerzone, die sich allerdings schwer im Umbau befindet. Dazu kaum Menschen auf
den Straßen und überall geschlossen Läden und Bars. Aaah, vielleicht hätten wir ja vorher daran
denken können, dass Pfingstmontag ist. Aber das Museé de la Marine war auf jeden Fall einen Besuch wert.
Und Susanne und Stephan dann mitten in Brest auf einen gemütlichen Abend zu treffen, hat für
alles entschädigt.
Wir sind nun verwöhnt und wollen den Rückweg auch nicht in einem Rutsch machen. Sollen
wir uns Reims noch anschauen? Neee, bei Chateau-Thierry haben wir die Nase voll und fahren
ins Geräusch. Wir wollen schon unsere Ansprüche runterschrauben, da entdecken wir zuguterletzt
noch diese alte Mühle, die uns sowohl ein Zimmerchen als auch ein leckeres Abendessen
in Aussicht stellt. So geht es dann ausgeruht am nächsten Morgen gen Heimat.
Angela & Ulrich
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